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Wappenbeschreibung-/begründung

Wappen der Ortsgemeinde Lambertsberg

Blasonierung

In Rot ein Göpel, vorn Bischofsstab und Lanze, hinten vier vierstrahlige Sterne in Silber.

 

Geschichte und Begründung

Ein bedeutender Teil der Geschichte der beiden Orte Greimelscheid und Lambertsberg endete 1968 mit dem Zusammenschluss zu einer Gemeinde. Dabei einigte man sich auf den Ortsnamen Lambertsberg.

Über 500 Jahre lang existierten die beiden Ortschaften nebeneinander. Das ältere Greimelscheid wurde um 1288 das erste Mal genannt. Lambertsberg entwickelte sich aus Obergreimelscheid, welches im Jahre 1408 erstmals Erwähnung fand. Die beiden Gemeinden lagen sich gegenüber, getrennt durch die heutige Landesstraße. Die Straße bedeutete nicht nur die Trennung der beiden Orte, sondern auch staatliche und kirchliche Grenzlinie, sodass man beim Überqueren der Straße schon in einen anderen Zuständigkeitsbereich trat. Erst nachdem Napoleon mit seinen Truppen abzog, kamen die beiden Orte gemeinsam zum Land Preußen und wurden auch im Pfarrbezirk Lambertsberg, im Bistum Trier, vereint.

Im Mittelalter erhielt Lambertsberg durch die Verehrung seines Namenspatrons große Bedeutung. Not und Leid trieb die Bevölkerung damals aus nah und fern als Wallfahrer zum hl. Lambertus.

Daraus entstand der Lambertusmarkt, der im 18. Jh. seine Blüte erreichte.

Die Orte Lambertsberg und Greimelscheid sind im Wappen durch die beiden Flanken dargestellt.

Das Göpel als Symbol für die Straße trennt die beiden Orte. Das Göpel zeigt aber auch den Weg der Geschichte der beiden Gemeinden: Der lange Weg der Trennung setzt sich nun nach oben in die Zukunft als ein gemeinsamer Weg fort.

Mit den Attributen Bischofsstab und Lanze wird auf den Namensgeber des Ortes und Kirchenpatron, den hl. Lambertus, hingewiesen.

Im roten Dreieck findet man Berg- und Kirchturmspitze wieder, die am Ortsnamen beteiligt sind.

Gleichwohl haben die Orte Plütscheid, Hargarten, Mauel und Lascheid, die schon seit dem Mittelalter (Plütscheid nicht durchgehend) dem früheren Oberen Kirchspiel und der heutigen Pfarrei Lambertsberg angehören, in vier silbernen Sternen eine Würdigung erhalten.

Das Wappen ist angelegt in den Trierer Bischofsfarben, Rot und Silber.

Verfassung und Entwurf: Edith Ritter, Lambertsberg
genehmigt durch Kreisverwaltung Bitburg-Prüm am 02.04.2004